Wespen, Hornissen und Co.

Hornisse, Foto: NABU/Heinz Strunk
Hornisse, Foto: NABU/Heinz Strunk

Wespen und Hornissen sind wieder verstärkt unterwegs – doch nicht alle sind darüber glücklich. Viele Menschen fühlen sich durch sie gestört oder geraten gar in Panik, wenn sie ein Nest an ihrem Haus entdecken. Vorsicht ist zwar angebracht, doch für Panik gibt es keinen Grund. Denn von den 700 Wespenarten im deutschsprachigen Raum interessieren sich gerade mal zwei für Kaffeetisch oder Grillgut – und kommen dem Menschen dadurch nahe.

Nur die Deutsche und die Gemeine Wespe lieben Süßspeisen und Säfte, Fleisch und Wurst. Beide Arten gehören zur Gattung der Kurzkopfwespen und haben oft großen Appetit auf das, was den Menschen auch schmeckt. Als ungebetene Gäste tauchen sie vor allem auf, wenn sie in der Natur nicht genug Nahrung finden. Dann heißt es, Ruhe bewahren und hektische Bewegungen vermeiden. Wespen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Um die Tiere abzulenken, kann es helfen, eine Schale mit Zuckerwasser oder ein Stückchen Wurst abseits vom gedeckten Gartentisch anzubieten. Der Duft lenkt die Tiere zu ihrem Ersatzmahl.

 

Alle anderen Wespenarten bevorzugen andere Nahrung: Neben Nektar, Pollen und Pflanzensäften vertilgen Wespen jede Menge Fliegen, Blattläuse, Raupen, Käferlarven und andere Insekten und deren Larven, die teils im Garten unerwünscht sind. Damit spielen sie eine wichtige Rolle im Naturhaushalt und leisten einen wertvollen Dienst für Gärtnerinnen und Gärtner.

 


Umgang mit Nestern

 

Hornissen, Hummeln und bestimmte Wespenarten sind nach der Bundesnaturschutzverordnung besonders geschützte Tiere, sodass ihre Fortpflanzungs- oder Ruhestätten nicht beeinträchtigt oder zerstört werden dürfen. Bei Wespen empfiehlt sich die Begutachtung durch eine fachkundige Person, um eine Verwechslung vorzubeugen und sich rechtlich abzusichern.
Nester sollten Sie nur dort entfernt lassen, wo oft Kinder spielen oder Menschen in direkten Kontakt mit dem Nest kommen könnten. Die Kontaktdaten der Fachleute sind bei den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise zu erfragen. Die Feuerwehren sind im Normalfall nicht für Wespenberatung oder -bekämpfung zuständig. Bedenken Sie aber, dass die Kosten für eine Schädlingsbekämpfer in der Regel vom Hilfesuchenden getragen werden und die eingesetzten Mittel zum Teil bedenkliche Gifte beinhalten. Wespen- und Hornissenvölker sterben nach einer Saison ab. Überlegen Sie sich daher, ob Sie sich nicht mit einem Nest einen Sommer lang arrangieren können. Einfluglöcher können dann im Winter verschlossen werden.


→ weitere Informationen zu Wespen, Hornissen und Co. bei der Stadt Salzgitter
→ Liste der Unteren Naturschutzbehörden des Landes Niedersachsen

 

 

 

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Faltblatt Wespen, Hornissen & Co. der Stadt Salzgitter
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Stadt Salzgitter
Fachgebiet Umwelt
Joachim-Campe-Straße 6 – 8
38226 Salzgitter
Telefon: 0 53 41 / 839-3695
E-Mail: umwelt@stadt.salzgitter.de
Stand: 06/2019
Grafiken: Michael Szimke, Braunschweig
Fotos: Walter Wimmer, Salzgitter
Wespen, Hornissen u. Co._Stadt Salzgitte
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Seminar "Wespen und Hornissen" beim NABU Peine